Imbolc & Maria Lichtmess

Imbolc & Maria Lichtmess

Am 2. Februar feiern wir im Jahreskreis ein besonderes Fest – Imbolc oder Mariä Lichtmess genannt. Die Ursprünge dieses Fest reichen weit zurück: zu den Römern und Kelten, die zu dieser Zeit das Fest der Reinigung und des Neubeginns begingen.

Nach 40 Tagen endet Anfang Februar offiziell die Weihnachtszeit. Die letzten Krippen werden verräumt, Christbäume abgeschmückt und das Zuhause geputzt – ein Sinnbild für das Bedürfnis nach Neuanfang und frischer Energie. Diese Zeit des Aufräumens betrifft nicht nur das Äußere: Viele spüren jetzt auch den Impuls, sich innerlich zu reinigen, etwa durch Fasten oder bewusste Rituale.

Frühlingsgöttin Brigid zieht übers Land

Imbolc – das keltische Fest der Lichtgöttin Brigid

Seit Jahrtausenden feiern die Menschen im Februar den Übergang vom Winter zum Frühling. Im keltischen Glauben war diese Zeit der Lichtgöttin Brigid geweiht. Ihr zu Ehren wurde Imbolc gefeiert – ein Fest der Reinigung und Erneuerung.

Die Dunkelheit des Winters galt als „verunreinigt“, und so wurde mit Wasser, Birkenzweigen und Räucherwerk alles Alte fortgewaschen, um das Licht willkommen zu heißen. Brigid, „die Leuchtende“, bringt das erste Strahlen zurück in die Welt und erweckt die Natur aus ihrem Winterschlaf.

Auch die Römer verbanden den Februar mit Reinigung. Vor der Kalenderreform begann das neue Jahr im März, und der Februar war die Zeit des Aufräumens und Klärens. Das lateinische Wort februare bedeutet „reinigen“ – daher trägt der Monat seinen Namen. Alles Alte und Belastende wurde aus dem alten Jahr entfernt, bevor man in das Neue startete.

Noch heute erinnert der Frühjahrsputz an diese Tradition. Und auch unser innerer Drang nach Loslassen, Entgiften oder Fasten im Februar knüpft unbewusst an diese uralten Bräuche an.

Auch im Fasching, Karneval oder der Fastnacht steckt die Idee der Reinigung.
Die ausgelassenen Feiern sollten einst böse Wintergeister vertreiben, die Welt von Dunkelheit befreien und mit viel Lärm und Freude Platz für das neue Leben schaffen.
So wird auch hier symbolisch das Alte verabschiedet, bevor die Fastenzeit beginnt.

Mariä Lichtmess – Das christliche Fest des Lichts

Mit der Christianisierung verschmolzen die heidnischen und römischen Feste schließlich zu Mariä Lichtmess, früher auch Maria Reinigung genannt. In vielen Kirchen findet an diesem Tag die Kerzenweihe statt. Geweihte Kerzen sollen Schutz und Licht für das kommende Jahr bringen und Unheil fernhalten – ein schöner Nachklang der alten Lichtbräuche.

Im bäuerlichen Jahreslauf war Mariä Lichtmess ein wichtiger Wendepunkt.
An diesem Tag endete das Arbeitsjahr der Knechte und Mägde: Sie erhielten ihren Lohn und konnten den Hof wechseln oder für ein weiteres Jahr bleiben.
Mit Lichtmess begann auch die Zeit des neuen Arbeitsjahres und damit symbolisch der Neubeginn in Natur und Mensch.

3 angezündete Kerzen auf einem Teller und im Hintergrund ein Brigid-Kreuz

Die Rückkehr des Lichts und der Lebenskräfte

Mit Mariä Lichtmess und Imbolc kündigt sich der Frühling an – auch wenn Schnee und Kälte noch bleiben. Die Göttin Brigid berührt die Erde mit ihrem Licht und weckt die Naturgeister.Unter der Erde erwacht bereits neues Leben: Samen keimen, Knospen treiben, und die Vögel beginnen zu singen.

Auch wir Menschen spüren dieses Aufblühen: Wir suchen das Sonnenlicht, fühlen uns lebendiger, aktiver und bereit, Altes loszulassen und Neues zu begrüßen.
Es ist die Zeit, um aus dem Winterschlaf zu erwachen, Räume zu klären, Licht hereinzulassen und sich auf das kommende Jahr einzustimmen.

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