Wenn im Frühling die Natur wieder in frischem Grün erstrahlt, gibt es kaum etwas Schöneres, als diese Kraft auch auf den Teller zu bringen. Dieses Rezept für Wildkräuter-Käse-Spätzle verbindet bodenständige Traditionskost mit der Vielfalt heimischer Wildkräuter und bringt den Frühling direkt in deine Küche.
Die frischen Kräuter sorgen nicht nur für eine wunderschöne grüne Farbe, sondern auch für ein intensives Aroma und wertvolle Inhaltsstoffe aus der Natur.
In diesem Beitrag findest du ein erprobtes Rezept sowie Tipps zur Auswahl geeigneter Wildkräuter und Hinweise zur Verarbeitung.
Für dieses Rezept eignet sich eine Vielzahl an Wildkräutern
Du kannst du ganz unterschiedliche heimische Wildkräuter verwenden, um deinen Wildkräuter-Käse-Spätzle ein besonderes Aroma zu verleihen. Sehr gut eignen sich junge, zarte Frühlingsblätter: Sie sind geschmacksintensiv, aromatisch und vor allem sehr vielfältig und zahlreich.
Hier eine kleine Auswahl an Frühlings-Wildkräutern:
- Brennnessel
- Giersch
- Bärlauch
- Schafgarbe
- Spitzwegerich
- Labkraut
- Löwenzahnblätter (jung)
- Gundelrebe/Gundermann (sparsam dosieren, da sehr intensiv)
- Vogelmiere
Je nach Verfügbarkeit kannst du die Mischung flexibel anpassen und auch mehrere Kräuter miteinander kombinieren. Dadurch entsteht jedes Mal eine etwas andere, individuelle Note im Teig.
Mehr über die Wirkung der Frühlingskräuter kannst du hier nachlesen.
Soulfood-Rezept: Wildkräuter-Käse-Spätzle
für 3–4 Portionen benötigst du:
- 300 g Mehl
- 3 Eier
- ca. 100 ml Wasser
- 50 ml Milch
- 1 TL (Kräuter-)Salz
- 2 Handvoll frische Wildkräuter (z. B. Brennnessel, Giersch, Bärlauch, Schafgarbe, Spitzwegerich, Labkraut)
- 120–150 g fein geschnittener Bergkäse
- ca. 150 ml Gemüsebrühe
- Microgreens oder Sprossen, essbare Blüten oder Röstzwiebeln zum Garnieren
Die Wildkräuter vorbereiten
Zuerst werden die Wildkräuter sorgfältig gesammelt (bitte beachte hier die wichtigen Sammelregeln) und bei Bedarf gewaschen. Anschließend gibst du sie in ein hohes Mixgefäß.
Mit Milch und etwas Wasser werden die Kräuter nun fein püriert, bis eine gleichmäßige grüne Paste entsteht. Diese sorgt später für Geschmack und die besonders intensive Farbe deiner Spätzle.
Spätzleteig zubereiten
Die pürierten Kräuter werden zuerst mit dem restlichen Wasser, Mehl, Eiern und Salz zu einem zähflüssigen Teig verrührt.
Der Teig sollte nun etwa 10 Minuten ruhen, damit er sich gut verbinden kann und später die richtige Konsistenz erhält.
Spätzle kochen
Bereite derweil einen passenden Topf mit Salzwasser vor. Den Teig portionsweise mittels Spätzlesieb oder Spätzlepresse in das kochende Salzwasser schaben oder pressen.
Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig und können mit einer Schaumkelle abgeschöpft und gut abgetropft werden.
Käse-Spätzle fertigstellen
In einer großen Pfanne wird etwas Butter erhitzt und die Spätzle darin geschwenkt.
Anschließend den fein geschnittenen Bergkäse unterrühren und alles mit etwa 150 ml Gemüsebrühe aufgießen. Den Deckel auf die Pfanne geben, die Temperatur des Herdes reduzieren und alles einige Minuten ziehen lassen, bis der Käse vollständig geschmolzen ist.
Zum Schluss mit Kräutersalz und Pfeffer abschmecken und alles noch einmal druchrühren.
🌼 Serviervorschlag
Die Wildkräuter-Käse-Spätzle werden am besten frisch serviert und mit Microgreens wie Kresse, Radieschen- oder Brokkolisprossen garniert.
Auch essbare Blüten wie Gänseblümchen, Veilchen oder Schlüsselblumen verleihen dem Gericht eine besonders schöne, frühlingshafte Note.
Optional sorgen knusprige Röstzwiebeln für zusätzlichen Geschmack und Textur.
Dieses Rezept für Wildkräuter-Käse-Spätzle ist eine wunderbare Möglichkeit, die Vielfalt der heimischen Wildkräuter kreativ zu nutzen. Es verbindet einfache Zutaten mit der Kraft der Natur und bringt den Frühling direkt auf den Teller.



Ein Kommentar
Danke, ein herrliches Rezept!