Ein Klassiker aus Omas Hausmittel Rezeptbüchlein: Radi Hustensaft

Ein Klassiker aus Omas Hausmittel Rezeptbüchlein: Radi Hustensaft

„Radi“ – so nennt man im Pinzgauer Dialekt den schwarzen Rettich. Und genau dieser ist nicht nur als Salat beliebt, sondern auch ein echter Hausmittel-Star bei lästigem Husten.

Ein selbst gemachter Rettich-Hustensaft kann nämlich schnelle Erleichterung bringen.

Schon seit Jahrhunderten wird der schwarze Rettich bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Er enthält neben wertvollen Inhaltsstoffen wie Senfölglykosiden, ätherischen Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen auch natürliche antibakterielle und schleimlösende Wirkstoffe.
Er wirkt ähnlich wie Meerrettich, ist dabei aber deutlich milder im Geschmack.

Rezept: Hustensaft aus schwarzem Rettich

Du brauchst:

  • 1 mittelgroßen schwarzen Rettich

  • 1–2 EL Kandiszucker

  • 1 Glas, auf dem die Knolle gut aufliegen kann

So geht’s:

  1. Vorbereiten:
    Den schwarzen Rettich waschen und das obere Stück abschneiden. Dann die Knolle aushöhlen, bis etwa ein halber Zentimeter Fruchtfleisch übrig bleibt.

  2. Loch bohren:
    In die Unterseite des Rettichs ein kleines Loch stechen – das funktioniert gut mit einem Edelstahl-Strohhalm, einem Spieß oder ganz einfach einer Stricknadel.
    Durch dieses Loch fließt später der Hustensaft in das Glas.

  3. Füllen:
    Das ausgehöhlte Fruchtfleisch klein schneiden, mit Kandiszucker zu gleichen Teilen vermischen und wieder in den Rettich füllen.

  4. Abtropfen lassen:
    Den Rettich auf das Glas setzen, den Deckel auflegen und abwarten. Bereits nach wenigen Minuten kannst du die ersten Tropfen im Glasboden erkennen.

Der Zucker zieht den Saft aus dem Rettich und nimmt dabei seine wertvollen Inhaltsstoffe mit.
Nach und nach kann das Fruchtfleisch-Kandis-Gemisch wieder in den Rettich nachgefüllt werden.

Nach etwa 12 Stunden hast du bereits ein bis zwei große Schluck Hustensaft gewonnen.
Bei einer großen Knolle kannst du mit rund 100 ml rechnen – daher lohnt es sich, gleich mehrere Rettiche anzusetzen, vor allem bei mehreren Personen im Haushalt.

Anwendung des Rettich-Hustensafts

Der Hustensaft wirkt antibakteriell, schleimlösend und entzündungshemmend.
Er eignet sich bei leichtem oder verschleimtem Husten und wird mehrmals täglich löffelweise (1–2 TL) eingenommen. Durch den Zucker schmeckt der Saft süßlich mit einer leicht scharfen Note – das mögen oft auch Kinder gerne.

Wichtige Hinweise

  • Bei empfindlichem Magen oder Magen-/Darmentzündungen sollte dieser Hustensaft nicht angewendet werden.

  • Der Sirup hält sich im Kühlschrank einige Tage, wirkt frisch jedoch am besten.

  • Achte darauf, dass das Glas nicht zu weit ist – der Rettich schrumpft mit der Zeit und könnte sonst hineinfallen.

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