Der Alant – eine magische Heilpflanze

Alantblüte

Alant (Inula helenium) ist schon seit der Bronzezeit bei uns heimisch und wird in Bauerngärten und Klöstergärten als Heilpflanze kultiviert. Leider ist er in den letzten Jahren auch in den Bauerngärten recht selten geworden. Er blüht von Juni bis September. Verwendet wird hauptsächlich die Wurzel, welche im zeitigen Frühjahr oder im Herbst gegraben wird. Blätter und Blüten können aber ebenso verwendet werden – diese werden zur Blütezeit geerntet.

Der botanische Name helenium deutet auf zwei Legenden der Antike hin. In der einen soll Helena bevor sie nach Troja entfürt wurde ihre Hände mit den Blüten des Alants gefüllt haben. Die andere Legende besagt, dass der Alant dort wuchs, wo Helenas Tränen den Boden berührten.

Alant gilt als eine der ältesten Heilpflanzen und wurde gerne als Universalheilmittel eingesetzt: bei Bronchial- und Lungenleiden, zur Schleimlösung aus der Lunge und für leichteres Abhusten sowie bei Magen-, Darm-, Gallebeschwerden und Leber-, Blasen-, Nierenproblemen. Das amerikanische National Cancer Institute bestätigt, dass der echte Alant krebshemmende Wirkung hat. 1804 wurde erstmals der Wirkstoff Inulin aus dem Alant isoliert.
Die majestätische Gestalt der Pflanze und die Blütenköpfe, die wie kleine Sonnenblumen aussehen symbolisieren die Kraft der Sonne. Deshalb wird Alant gerne in Räuchermischungen in der dunklen Jahreszeit verwendet, um sich die Lichtkraft der Sonne zu holen. Seine keimtötende Wirkung, ähnlich der des Wacholders wurde beim Ausräuchern von Haus und Hof eingesetzt. Vor das Haus und den Stall gehängt schützt Alant vor Krankheitsdämonen.

Traditionell gehört Alant auch in den Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt und es sollten möglichst so viele Alant-Blütenköpfe im Buschen sein, wie Menschen und Großvieh im Haus/auf dem Hof leben.

Wirkung beim Räuchern:
Alant bringt die Sonne ins Herz, vertreibt Traurigkeit, Angst und Melancholie. Er bringt Leichtigkeit, löst festgefahrene Gedanken und Muster, beruhigt bei Anspannung und Stress, erdet, verbindet und steigert die Lebensfreude bei all unserem Tun.

Die getrocknete Wurzel hat einen dezent weihrauchähnlichen, veilchenartigen Duft, daher auch sein Name Weihrauchwurz. Dieser wohltuende Duft durchströmt einen und richtet innerlich auf, wärmt und macht zuversichtlich. Ein anderer Name ist Elfenwurz, denn er wächst bevorzugt wo viele Elfen und Naturwesen zu Hause sind, am liebsten in einem Naturgarten.

Magisches:
Alant kann „angehexte“ Leiden kurieren zB Hexenschuss und Besessenheit. Dazu soll man den Alant an einem Donnerstag unter Gebeten aufsuchen und mit einem Messer in die Pflanze stechen. Das Messer muss stecken bleiben, man entfernt sich wieder unter Gebeten und gräbt die Wurzel am nächsten Tag behutsam aus. Anschließend legt man die Pflanzen unter einen Altar (mitsamt dem Messer), wäscht sie mit Milch und übergießt sie mit Weihwasser. Erst dann darf man sie genießen.

 

Der Bärlauch ruft

Kaum ist der Schnee verschwunden spitzeln auch schon die ersten Bärlauchblätter aus dem Boden! Sobald der feine Knoblauchduft über die Bärlauchwiesen schwebt, ist es Zeit, die würzigen Blätter zu pflücken.

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Vier Kerzen im Advent

Adventkränze gibt es mitterlweile ja in allen möglichen Formen und Farben. Früher gab es das nicht. Da wurde der Adventkranz ganz traditionell aus Tannen- oder Fichtenzweigen gebunden und mit roten Kerzen verziehrt. Für aufwändige Deko fehlte oft das Geld, aber auch die notwendigen Materialien. Schleifen, Nüsse, getrocknete Früchte oder Zapfen waren aber schon in führerer Zeit ein beliebtes Mittel um den Adventkranz etwas aufzupeppen.

Ich möcht euch heute meine ganz eigene Variante des Adventkranzes zeigen.

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Ganz schön giftig!

Wenn man in den Sommermonaten über Hochgebirgsweiden wandert, braucht man nur ein bisschen Glück um ihn zu entdecken. Der blaue Eisenhut sticht durch seine auffallend blaue Farbe und die prächtigen Blüten schnell zwischen anderen blühenden Pflanzen hervor. Doch hier ist äußerste Vorsicht geboten: Der Eisenhut ist eine der giftigsten Pflanzen, die es bei uns gibt. Der Name Eisenhut leitet sich von seiner helmartigen Blütenform ab.

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Die „schöne Italienerin“ nimmt die Schwermut und schenkt Geborgenheit!

Diesen Namen trägt der Borretsch nicht zu unrecht. Auch Königsblume, Herzfreund oder Liebäuglein wird er genannt. Der kleine blaue Stern verkörpert bereits ab dem Mittelalter das Wesen der Jungfrau Maria: die Sanftheit gepaart mit großer innerer Kraft. Sie steht für Geborgenheit, ist die Pflanze des Trosts und macht das Herz fröhlich. Auch der keltische Wortstamm borrach = Mut sagt viel über die kleine leuchtende Pflanze aus,

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